| Ingrid Matthäus-Maier / Foto: Jörg Salomon |
TRIER. (hpd) Ingrid Matthäus-Maier war zum alternativen Pilgerprogramm „Heilig's Röckle!“ in Trier zu Gast. Die ehemalige SPD-Spitzenpolitikerin sprach klare Worte über die überfällige Trennung von Kirche und Staat, über milliardenhohe Staatsleistungen, den immensen gesellschaftlichen Einfluss der Kirchen, „Zwangskonfessionalisierungen“ und stellte ihre zehn Forderungen vor.
Unter dem Titel „Und trenne, was nicht zusammengehört“ (Umdrehung des Mottos der Heilig-Rock-Wallfahrt in Trier: „Und führe zusammen, was getrennt ist“), lud die Giordano-Bruno-Stiftung in Kooperation mit den Evolutionären Humanisten Trier und der TUFA Trier zu einem Vortrag der langjährigen Bundestagsabgeordneten Ingrid Matthäus-Maier ein. Circa 120 Gäste kamen, um sich über die gegenwärtige Verflechtung von Kirche und Staat zu informieren.
Laut Grundgesetz gibt es keine Staatskirche und der Staat ist zur weltanschaulichen Neutralität verpflichtet. Diese Neutralitätspflicht wird jedoch unter anderem durch Privilegien in Form von Staatsleistungen und Konkordaten verletzt. Ingrid Matthäus-Maier ging in ihrem Vortrag auf diese besonderen Privilegien und den politischen Einfluss der Kirchen ein, die der weltanschaulichen Neutralität unserer Verfassung entgegenstehen. Anhand verschiedener Beispiele veranschaulichte sie, in welchen Bereichen unserer Gesellschaft die beiden großen Kirchen Mitspracherecht genießen. [...]
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