LONDON. (hpd) Richard Dawkins und die British Humanist Association feiern derzeit den Sieg einer Kampagne gegen Kreationismus. Wie die britischen Humanisten am vergangenen Dienstag meldeten, will die Regierung die Lehre kreationistischer Ideen an Schulen in freier Trägerschaft zukünftig mit dem Entzug der Finanzierung ahnden.
Die britische Regierung hat die Richtlinien für die Finanzierung sogenannter freier Schulen („free schools“) überarbeitet. Den neuen Grundsätzen nach wird zukünftig erwartet, dass im Biologieunterricht die Evolutionstheorie gelehrt wird. Lehren auf Basis kreationistischer Ideen, der sogenannten Theorie des „Intelligent Design“ oder vergleichbare Meinungen dürfen in Zukunft nicht mehr als wissenschaftlich valide Theorien in staatlich finanzierten Schulen verbreitet werden.
Das Modell der freien Schulen entspricht den Schulen in freier Trägerschaft, wie es sie auch in Deutschland gibt. Diesen Schulen ist es unter anderem erlaubt, von den für staatliche Schulen geltenden Vorgaben abweichende Lehrpläne für den eigenen Unterricht zu erstellen und Bewerber nach ihrer Konfession zu diskriminieren. Daher gibt es mit diesem dort erst 2010 eingeführten System für Schulen eine große Unzufriedenheit bei den britischen Humanisten. Diese sahen unter anderem die Gefahr, dass damit der Verbreitung von kreationistischen Lehren ein Vorschub auf Basis staatlicher Finanzierung geleistet wird. [...]
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